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Geschwindigkeitsüberschreitung

Wird bei einem Fahrzeuglenker eine Geschwindigkeitsübertretung festgestellt, bagatellisiert er dies sofort damit, dass ja gar nichts passiert sei. Er habe das Fahrzeug jederzeit im Griff gehabt.

 

Vielmehr müsste man sagen, dass der Fahrzeuglenker einfach nur Glück hatte. Wäre es zu einer Konfliktsituation mit einem anderen Verkehrteilnehmer gekommen, wäre eine Kollision u.U. nicht mehr zu vermeiden gewesen. Man muss deshalb mit einem Fehlverhalten von andern rechnen. Ein gewisser Vertrauensgrundsatz kann aber schon mitberücksichtigt werden. Dies gilt jedoch nicht für Kinder und alte Leute, bei denen von einem Misstrauensgrundsatz auszugehen ist.

 

Wichtig ist aber, dass die physikalischen Gesetze für alle gelten, ob es sich nun um einen Alltagsfahrer oder um einen Rennfahrer handelt.

 

Bei der Beurteilung der Schwere des Verschuldens wird die gemessene Fahrt mit einer korrekten Fahrt verglichen. Bei Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit und einer Vollbremsung wird berechnet, wo das korrekt fahrende Fahrzeug zum Stillstand gekommen wäre. Anschliessend wird untersucht, mit welcher Geschwindigkeit das gemessene Fahrzeug an der fraglichen Stelle noch gefahren wäre.

 

Wussten Sie, dass der Anhalteweg bei 30 km/h kürzer ist als der Reaktionsweg bei 50 km/h?

 

Berechnen Sie selber mit dem Excel-Tool, wie sich eine Geschwindigkeit von 60 km/h bei einer Innerortsgeschwindigkeit von 50 km/h (Geschwindigkeitsüberschreitung nur

10 km/h) auswirkt.

 

Bei einer Kollision mit einem Fussgänger müsste da bereits mit tödlichen Verletzungen gerechnet werden!

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