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Fahrwerksänderungen

1. Erforderliche Unterlagen

Bestätigung des Bauteileherstellers, dass die neuen Bauteile für die gleiche Belastung ausgelegt sind wie die Original-Federn (TüV-Zeugnisse oder nicht vom Federnhersteller ausgestellte Bestätigungen genügen nicht). Fotokopien werden nicht anerkannt, ausser der Importeur oder Lieferant der Bauteile bestätigt auf den Kopien wörtlich, im Besitze der Original-Garantieerklärung zu sein. Diese Bestätigung muss Original-Stempel und Unterschrift des jeweiligen Ausstellers tragen.

 

Schriftliche Einbaubestätigung mit folgendem Inhalt:

  • dass die Federn unter Berücksichtigung der Fahrzeugherstellerangaben fachmännisch eingebaut wurden
  • dass die technischen Anforderungen von Ziffer 2 erfüllt sind
  • Distanz Achsmitte --> Kotflügelrand vor und nach erfolgtem Umbau

 

 

2. Technische Anforderungen

  • Bei dem auf das zulässige Gesamtgewicht beladenen Fahrzeug muss noch ein ausreichender Ein- und Ausfederweg vorhanden sein.
  • Bei totaler Entlastung der Federn muss diese eine Restvorspannung aufweisen.
  • Freigängigkeit (Richtwerte für Mindestabstandsmasse): 2 mm vom Rad zur Bremse (der Verschleisszustand der Bremsbeläge und die mögliche Anbringung von Auswuchtgewichten ist zu berücksichtigen), 4 mm vom Rad zu Spurstangen, Spurstangengelenken, Lenkern, Stabilisatoren, Federbeinen, Federn und Dämpfern, sonst 6 mm vom Rad oder Reifen zu allen anderen Bauteilen.
  • Beim fahrbereiten, unbeladenen Fahrzeug darf maximal 1/3 der Windungsumgänge aneinander liegen.
  • Ein vorhandener Bremskraftregler muss auf den neuen Federweg eingestellt werden.
  • Die Anbauhöhe der Beleuchtungseinrichtungen über der Fahrbahn und die Lichteinstellung muss den gesetzlichen Bau- und Ausrüstungsvorschriften (BAV oder VTS) entsprechen.
  • Eine ausreichende Bodenfreiheit muss gewährleistet bleiben; das ausgelastete Fahrzeug darf bei luftleeren Reifen den Boden nicht berühren (siehe auch Art. 29 Strassenverkehrsgesetz).
  • Die Verwendung nachbehandelter Federn (abgesägt, abgeschliffen, warm nachgesetzt usw.) ist nicht zulässig.
  • Die Lenkgeometrie muss sich nach den Herstellervorschriften richten.

 

 

 

Hinweis

Das Ändern des Originalfahrwerks kann negative Auswirkungen auf die Fahrzeugkinematik (hauptsächlich im Lenk- und Bremsverhalten) haben. Das Strassenverkehrsamt kann keine Haftung übernehmen. Detaillierte Erklärungen finden Sie in den asa-Richtlinien 2A, Abändern und Umbauen von Motorwagen. Diese Richtlinie kann im Webshop unter www.asa.ch bezogen werden.