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Entzug des Führerausweises wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand (FiaZ)

Stellt die Polizei bei einer Fahrzeuglenkerin oder -lenker fest, dass sie bzw. er angetrunken ist (Blutalkoholkonzentration von 0,8 Gewichtspromille und mehr oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,4 mg Alkohol pro Liter Atemluft), so muss sie der betroffenen Person den Führerausweis sofort abnehmen und die Weiterfahrt verhindern. Der Führerausweis wird an die Entzugsbehörde des Wohnsitzkantons der Fahrzeuglenkerin bzw. des -lenkers weitergeleitet.

Nach Eingang der vollständigen Akten (Polizeirapport und allenfalls Blutalkohol-Analyse des Instituts für Rechtsmedizin), wird die fehlbare Lenkerin bzw. der fehlbare Lenker zur Stellungnahme eingeladen und kann sich entsprechend zur Sache äussern. Mittels eines speziellen Formulars (Fragebogen) kann die betroffene Person zudem seine berufliche Angewiesenheit, ein Motorfahrzeug zu führen, nachweisen. Nach Eingang der Stellungnahme oder nach Ablauf der gesetzten Frist wird der Fall abschliessend beurteilt und eine rekursfähige Verfügung erlassen.

  • Beim Fahren in angetrunkenem Zustand muss der Führerausweis entzogen werden.
  • Die Entzugsdauer beträgt beim ersten FiaZ (Blutalkoholkonzentration von 0,8 Gewichtspromille und mehr oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,4 mg Alkohol pro Liter Atemluft) mindestens 3 Monate.
  • Beim zweiten FiaZ innert 5 Jahren beträgt die Mindestentzugsdauer 12 Monate, in der Praxis fällt die Entzugsdauer oft viel länger aus, dies aufgrund der Höhe der Angetrunkenheit.
  • Bei Verdacht auf ein Alkoholproblem (Blutalkoholkonzentration ab 1,60 Promille bzw. einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg Alkohol pro Liter Atemluft, zweites FiaZ-Ereignis innerhalb von 5 Jahren mit einer Blutalkoholkonzentration ab 1,60 Promille bzw. einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg Alkohol pro Liter Atemluft, drittes FiaZ-Ereignis innert 10 Jahren) sowie bei Verdacht auf Drogen- und/oder Medikamentenabhängigkeit oder einem Mischkonsum wird der Führerausweis vorsorglich entzogen und der Lenker einer fachärztlichen Begutachtung zugeführt. Wird der Verdacht bestätigt, hat dies einen Sicherungsentzug zur Folge.

 

 

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