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Administrativmassnahmen

Administrativmassnahmen stellen rechtlich keine Strafe dar. Es handelt sich um erzieherische Massnahmen, die der Erhöhung der Verkehrssicherheit dienen sollen. Als Administrativ-massnahmen werden alle Anordnungen der zuständigen Administrativbehörde des Wohnsitzkantons bezeichnet, die gegenüber Fahrzeuglenkern, welche schuldhaft gegen die Verkehrsregeln verstossen haben, ausgesprochen werden. Diese sollen der Besserung bzw. Erziehung von fehlbaren Motorfahrzeugführern beitragen. Zudem geht es auch darum, Personen die nicht oder nicht mehr fahrfähig sind, vom Verkehr fernzuhalten.

  

Eine Verkehrsregelverletzung zieht normalerweise zwei Verfahren nach sich. Beide Verfahren bezwecken die Durchsetzung der Ver­kehrsvorschriften und somit die Erhöhung der Verkehrs-sicherheit.

 

Die Administrativbehörde des Wohnsitzkantons entscheidet über die Administrativ-massnahme, welche zur Besserung des Fahrzeugführers und der Bekämpfung von Rückfällen dient. Im Administrativverfahren werden Führerausweise entzogen und/oder Fahreignungen abgeklärt. Je nach Vorfall können folgende Massnahmen verfügt werden:

  • Verwarnung;
  • Führerausweisentzug;
  • Aberkennung des ausländischen Führerausweises;
  • Anordnung des Verkehrsunterrichts;
  • Neue Führerprüfung oder Kontrollfahrt;
  • Fahreignungsabklärung;
  • Verweigerung der Erteilung eines Ausweises.

 

Die Strafbehörde des Begehungsortes entscheidet über die Strafe.

 

Der Angeschuldigte muss seine Verteidigungsrechte bereits im Strafverfahren wahrnehmen. Er darf nicht das Administrativver­fahren abwarten, um allfällige Rügen vorzubringen und Beweis­anträge zu stellen.

 

Die Administrativbehörde darf in der Regel nicht von den Tat­sachenfeststellungen eines rechtskräftigen Strafentscheides abweichen.